Deutscher Herbst: Termine zur Protestsaison

Alles wird immer schlechter. Immer härter müssen sich Schüler_innen um einen Platz in der Karriere verheißenden Tretmühle namens Uni prügeln. Humanistische Bildung ist von der Farce zum Phantom geworden – alle reden von ihr aber noch niemand ist ihr begegnet. Und auch der Kapitalismus scheint’s nicht mehr lang zu machen…

Deshalb alle auf die Straße! Aber jetzt wirklich! Los schon!

Mi, 16.11.2011 | 14 Uhr
Studierendenparlament und Vollversammlung

im H 0111

Mangelfinanzierung, zu wenig Studienplätze, Kampf um Praktika, zu wenig Tutor_innen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse beschäftigen uns an diesem Mittwoch. Mit Hinblick auf die große Protestdemo am 17.11. wollen wir als Studierende uns den Raum nehmen in einer offiziellen Sitzung des Studierendenparlamentes über Probleme und mögliche Lösungsvorschläge zu diskutieren. Wir wollen uns außerdem darüber Gedanken machen wie wir kreativ unsere alltäglichen Probleme in der Uni darstellen können. Alle Studierenden und Beschäftigten sind aufgefordert sich der Vollversammlung der Studierenden anzuschließen und ihr Rederecht im Studierendenparlament wahr zu nehmen.

Do, 17.11.2011 | 12 Uhr
Große Bildungsprotestdemo am Mittwoch um 12 Uhr Rotes Rathaus

Demonstrieren für Solidarität und freie Bildung heißt es an diesem Donnerstag. Die Landesastenkonferenz lädt euch gemeinsam mit unserem Lauti* für freie Bildung auf die Straße zu gehen.

*Gefährt zur Wiedergabe agitatorischer Reden auf Demonstrationen

Und damit wir auch wissen warum:

Freitag, 18.11. 18:00 Uhr: Wirtschaft meets Wissenschaft
L115 Silberlaube Freie Universität, EG

Sonntag, 20.11. 18:00 Uhr: Überraschungskino
Zwille, Z-Gebäude TU-Campus

Montag, 21.11.: Zu schlecht für die Hochschule – Zugangs- und Zulassungsproblematik in BA/MA
TU, H3503

Das Studienplatzmangel scheint die aktuelle Tagespresse nie so ganz zu verlassen, aber was ist das eigentlich und warum wird es immer schlimmer? Mittlerweile steigen die zur Zulassung nötigen Wartesemester schneller an, als mensch überhaupt warten kann und mit einem Abitur, was nicht eine 1 vor dem Komma zu bieten hat, brauch mensch sich in Berlin bald gar nicht mehr bewerben. Diesem Fragen werden wir auf den Grund gehen und eine fundierte Kritik der Zulassungspolitik mit Euch diskutieren.
Aber selbst wenn der Mensch einmal Studierende_r geworden ist, hat er/sie dank dem zweigliedrigen Bachelor-Master System noch eine weitere Hürde zu nehmen, denn der erworbene Bachelor muss für den gewünschten Master „geeignet“ sein. Besteht mensch diese oft stark selektierende „Eignungsprüfung“ nicht, helfen auch keine Wartesemester – der gewünschte Master kann nicht studiert werden. Hier wollen wir ansetzen und die Umsetzung von Bologna in Deutschland anhand dieser Problematik diskutieren und im Vergleich zu anderen Länder beleuchten.

Dienstag, 22.11 18:00 Uhr: Forschung für Überwachung und Krieg
Beuth Hochschule für Technik Berlin, Luxemburger Straße 10, Raum A 322

Welche Rolle spielen deutsche Universitäten für die Rüstungsforschung und die Entwicklung moderner „Sicherheitsachitekturen“? Welche Verbindungen zu Bundeswehr und CO. gibt es? Und was können wir dagegen tun? Hilft eine sogenannte „Zivilklausel“? Berichte, Fragen und hoffentlich einige Antworten.

Mittwoch 23.11., Was war, was bleibt, was wird – Utopien der Bildungsproteste
TU H2036