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LiMA12-Wegweiser

vom 21. bis 25. März läuft in der TU Berlin die Linke Medienakademie 2012.

Anlaufpunkte

Der zentrale Anlaufpunkt der LiMA, an dem ihr euch auch mit euren Tickets oder für Tageskarten registrieren könnt, befindet sich vor dem Audimax im Hauptgebäude. Dort werden häufig auch Leute aus dem AStA-Umfeld anzutreffen sein. Ansonsten findet ihr uns natürlich im AStA.

Zur Orientierung könnt ihr unseren alternativen Campusplan und den Campusplan der TU Berlin (PDF, mit Gebäudebezeichnungen) heranziehen.

Programm-Hinweise

Besonders wollen wir euch einladen, am Donnerstag (22.3.) ab 13:30 Uhr im AStA vorbeizuschauen. Wir sprechen über die Ökonomie der Hochschule, die Bedeutung studentischer Verbindungen und Burschenschaften sowie Geschlechterrollen in Medien, Politik und Gremien. Auch die anderen Veranstaltungen des AStA-Umfeld sind größtenteils im EB-Gebäude.

An den anderen Tagen finden ebenso dutzende empfehlenswerte Veranstaltungen statt. Der Workshop „Recht auf Stadt: Stadtumstrukturierung und ihre Folgen“, angekündigt für Freitag, fällt leider aus!

Falls ihr euch spontan irgendwo reinsetzen wollt: Im Hauptgebäude wird rund um die Uhr ein reichhaltiges Rahmenprogramm geboten.

Verpflegung

Es wird vegane und günstige Mittags-Verpflegung durch eine Vokü geben. Wenn ihr beim Kochen mithelfen wollt, kommt in der Zwille vorbei! Genaueres zu Uhrzeit und Ort, sowie tagesaktuelle Infos findet ihr demnächst hier.

Frischer Kaffee und Getränke bekommt ihr jeden Tag zwischen 10 und 18 Uhr an Ständen vor dem Audimax gegen Spende . (Günstiger und vielseitiger als die Coke-Automaten der TU … und die Überschüsse fließen auch noch zu 100% in linke Projekte!)

Von Dienstag bis Freitag könnt ihr zwischen 11:30 und 14:30 auch in der Mensa der TU essen. Fast-Food zum City-West-Tarif bekommt ihr am Bahnhof Zoo, südwestlich des Campus.

Abendprogramm

Wir sammeln hier abendliche Veranstaltungen, die irgendwie mit der LiMA zusammenhängen oder in der Nähe stattfinden.

Dienstag, 20.03., 18:30 Uhr: LiMA-Auftakt-Treffen im Raum EB 133C (50)
Freitag, 23.03., 20:30 Uhr: LiMAnetzwerk-Abend im Restaurant „Filmbühne“ (Hardenbergstr.12 am Zoologischen Garten)

Für Leute, die sich in Berlin nicht auskennen, ist bestimmt interessant, dass man sich im Allgemeinen auch spontan einen sehr schönen alternativen Abend mithilfe der Termine aus dem Stressi zusammenbasteln kann.

Wetter

Wir haben ab Mittwoch leicht bewölktes bis sonniges Wetter bei Tagestemperaturen zwischen 10 und 18 Grad (nachts: 8 bis 12) und ohne Regen gebucht. Der grüne Südcampus sollte also mittags zu Spiel, Spaß und Rumgammeln auf der Wiese einladen :) .

Besuch vom Generalstab

Vergangenen Mittwoch sprach „Oberstleutnant im Generalstab“ Christian Musche im Rahmen der Vorlesung „Neue Akteure in der Entwicklungspolitik“ an der TU Berlin. Die kritische Intention der von der Society for International Development (SID) organisierten Ringvorlesung, machte sich dabei leider nicht bemerkbar und der erhoffte Erkenntnisgewinn über die moderne Zivil-Militärische-Zusammenarbeit blieb so, zumindest für Zuhörer_innen ohne entsprechende Vorkenntnisse, aus. Auch die anschließende Diskussion konnte daran nicht viel ändern. Ein Kommentar zur nachholenden Kritik.

Mit militärisch präzisem Bürstenschnitt, aber in Zivil gekleidet, trat Christian Musche vor das Publikum. Er eröffnete sein Referat mit einigen Worten zu seinem Werdegang bei der Bundeswehr, der er beitrat um die „Reife“ zu erlangen, die er bei seinen großen Brüdern nach abgeleistetem Militärdienst zu sehen glaubte.

Zum Thema selbst wollte er vor allem klar stellen, was eigentlich den meisten bewusst sein sollte: Die Bundeswehr ist keine Truppe von Brunnenbauern, sondern die bewaffnete Interessenvertretung der deutschen Nation. Das ganze Drumherum diene vor allem dem Knüpfen von Beziehungen vor Ort und der Einschätzung der Zivilbevölkerung hinsichtlich ihrer Haltung zur Truppe, ihren Interessen, Motivationen und so weiter – alles was zur strategischen Planung von Interesse ist. Gemeinsame Aufbauarbeiten geschähen hingegen dort, wo sie dem Einsatz dienen. Zur Illustration schilderte er eine „Win-Win-Win-Situation“, wie er es nennt, aus dem afghanischen Alltag: Die lokale Bevölkerung wird zur Befestigung einer Straße für die Befahrung durch Panzer herangezogen. Die Armee spart Zeit und Lohnkosten und „der Afghane (sic!)“ bekommt, was er angeblich am Nötigsten braucht: Arbeit.

Doch die unbewusst zynische Ehrlichkeit des Heeresvertreters kennt seine Grenzen. Dass die im gezeigten Diagramm für zivil-militärische Netzwerke aufgeführten „tribal chiefs“ und „informellen Führer und Milizen“ nichts mit den „Feinden Afghanistans“, nämlich Drogenhändlern, Warlords und Islamisten zu tun hätten, ist angesichts der mehrfach unter Beweis gestellten mangelhaften Differenzierungsfähigkeit der deutschen Truppen (Stichwort Kunduz) schwer zu glauben. Und schließlich ist die Bestechung von Privatarmeen und Glaubenskriegern seit jeher Bestandteil westlicher Interventionen in Afghanistan. Erinnern wir uns nur an die großzügigen Beihilfen zum Kampf der Mudschaheddin gegen die Sowjetunion in den 80er Jahren, in desssen Verlauf die Taliban überhaupt erst zur Macht wurden.

Aber Musche ist als hoher Offizier beim Bundesverteidigungsministerium auch in politischer Verantwortung und dementsprechend in seinen Ausführungen auf dem neuesten Stand der Regierungserklärungen. Die Unterscheidung von „Taliban insgesamt“ und „militanten Kräften aus deren Millieu“ sei ihm wichtig. Unter diesen Umständen werden zu den gerade in Petersberg bei Bonn stattfindenden Verhandlungen zur Machtübergabe in Afghanistan wohl sicher nur „gemäßigte“ Islamisten, Warlords und Drogenhändler eingeladen. Dazu Musche sinngemäß: Eine nachhaltige Beilegung des Konflikts erfordere die Einbeziehung aller Konfliktparteien. Hier kommt nicht zuletzt zum Tragen, was er anschaulich als „interkulturelle Kompetenz“ der Bundeswehr demonstrierte: „Wenn sie den Afghanen fragen ob der Steinigung toll findet, sagt der: Na klar!“

Während sich die anschließende Diskussion mit allgemeinen Fragen zum Afghanistaneinsatz beschäftigte, geriet das eigentliche Thema aus dem Blick. Kein Wunder – ging die Frage nach der Bundeswehr als Entwicklungshelfer doch am eigentlichen Politikum vorbei. Anhand einer Übersicht über die deutschen Gelder für Entwicklung und Aufbau in Afghanistan zeigte Musche, dass das Verteidigungsministerium mit rund € 1,7 Mio gegenüber den € 250 Mio. aus dem Etat der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) keinen wesentlichen Anteil hat.
Christian Musche, der sich selbst als „Vater“ der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium und der GIZ bezeichnet, sagte es zwar nicht, aber weiß es selbst am Besten: Wir haben es nicht mit einer Zivilisierung der Bundeswehr zu tun, sondern mit einer Militarisierung der staatlichen Entwicklungsarbeit.

Dies hat seinen Grund im “deutschen Interesse“, das nicht nur in Afghanistan vor allem ein wirtschaftliches ist. Sicherheit bedeutet im politischen Jargon auch Versorgungssicherheit der eigenen Bevölkerung – durch einen Platz an der Sonne des Weltmarktes. Das inzwischen zurückgesteckte Ziel einer Demokratisierung, meint eigentlich die Gewährleistung der viel beschworenen offenen Märkte – offen für Investitionen der deutschen Wirtschaft. Für dieses Ziel wird in der Entwicklungsarbeit ein Grundstein gelegt, erste Kontakte und Aufträge werden unter staatlicher Subventionierung geschlossen. Und im Gegensatz zur Einhaltung der Menschenrechte, wird hier nicht so schnell aufgegeben. Um mit einem letzten Zitat unseres Gastredners zu schließen: „Afghanistan ist nicht alles.“

Deutscher Herbst: Termine zur Protestsaison

Alles wird immer schlechter. Immer härter müssen sich Schüler_innen um einen Platz in der Karriere verheißenden Tretmühle namens Uni prügeln. Humanistische Bildung ist von der Farce zum Phantom geworden – alle reden von ihr aber noch niemand ist ihr begegnet. Und auch der Kapitalismus scheint’s nicht mehr lang zu machen…

Deshalb alle auf die Straße! Aber jetzt wirklich! Los schon!

Mi, 16.11.2011 | 14 Uhr
Studierendenparlament und Vollversammlung

im H 0111

Mangelfinanzierung, zu wenig Studienplätze, Kampf um Praktika, zu wenig Tutor_innen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse beschäftigen uns an diesem Mittwoch. Mit Hinblick auf die große Protestdemo am 17.11. wollen wir als Studierende uns den Raum nehmen in einer offiziellen Sitzung des Studierendenparlamentes über Probleme und mögliche Lösungsvorschläge zu diskutieren. Wir wollen uns außerdem darüber Gedanken machen wie wir kreativ unsere alltäglichen Probleme in der Uni darstellen können. Alle Studierenden und Beschäftigten sind aufgefordert sich der Vollversammlung der Studierenden anzuschließen und ihr Rederecht im Studierendenparlament wahr zu nehmen.

Do, 17.11.2011 | 12 Uhr
Große Bildungsprotestdemo am Mittwoch um 12 Uhr Rotes Rathaus

Demonstrieren für Solidarität und freie Bildung heißt es an diesem Donnerstag. Die Landesastenkonferenz lädt euch gemeinsam mit unserem Lauti* für freie Bildung auf die Straße zu gehen.

*Gefährt zur Wiedergabe agitatorischer Reden auf Demonstrationen

Und damit wir auch wissen warum:

Freitag, 18.11. 18:00 Uhr: Wirtschaft meets Wissenschaft
L115 Silberlaube Freie Universität, EG

Sonntag, 20.11. 18:00 Uhr: Überraschungskino
Zwille, Z-Gebäude TU-Campus

Montag, 21.11.: Zu schlecht für die Hochschule – Zugangs- und Zulassungsproblematik in BA/MA
TU, H3503

Das Studienplatzmangel scheint die aktuelle Tagespresse nie so ganz zu verlassen, aber was ist das eigentlich und warum wird es immer schlimmer? Mittlerweile steigen die zur Zulassung nötigen Wartesemester schneller an, als mensch überhaupt warten kann und mit einem Abitur, was nicht eine 1 vor dem Komma zu bieten hat, brauch mensch sich in Berlin bald gar nicht mehr bewerben. Diesem Fragen werden wir auf den Grund gehen und eine fundierte Kritik der Zulassungspolitik mit Euch diskutieren.
Aber selbst wenn der Mensch einmal Studierende_r geworden ist, hat er/sie dank dem zweigliedrigen Bachelor-Master System noch eine weitere Hürde zu nehmen, denn der erworbene Bachelor muss für den gewünschten Master „geeignet“ sein. Besteht mensch diese oft stark selektierende „Eignungsprüfung“ nicht, helfen auch keine Wartesemester – der gewünschte Master kann nicht studiert werden. Hier wollen wir ansetzen und die Umsetzung von Bologna in Deutschland anhand dieser Problematik diskutieren und im Vergleich zu anderen Länder beleuchten.

Dienstag, 22.11 18:00 Uhr: Forschung für Überwachung und Krieg
Beuth Hochschule für Technik Berlin, Luxemburger Straße 10, Raum A 322

Welche Rolle spielen deutsche Universitäten für die Rüstungsforschung und die Entwicklung moderner „Sicherheitsachitekturen“? Welche Verbindungen zu Bundeswehr und CO. gibt es? Und was können wir dagegen tun? Hilft eine sogenannte „Zivilklausel“? Berichte, Fragen und hoffentlich einige Antworten.

Mittwoch 23.11., Was war, was bleibt, was wird – Utopien der Bildungsproteste
TU H2036